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Wie aus einer Idee Musik wird, Teil 1

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Ein Entwicklerblog von Patrick (Programmierung, Sound)

Einer der Aspekte in der Entwicklung eines Spiels ist die musikalische Untermalung: Die Game Music. Auch hier gibt es viele Untergebiete von leichter Hintergrund Melodie für eine Umgebung, bis zu ganzen Stücken, für die Untermalung einer Zwischensequenz. Ich möchte in diesem Entwicklerblog einmal von der Entwicklung des Stückes Light erzählen.

Ich selbst begann mit dem Musik schreiben als Ich meine ersten Spiele entwickelte. Ich vermisste dort eine musikalische Untermalung und so habe Ich mich an verschiedensten Programmen versucht, leider ohne Ergebnisse, mit denen Ich zufrieden gewesen wäre. Daraufhin versuchte Ich Instrumente zu lernen und versuchte selbst erstmal Stücke zu spielen. Als Ich das einigermaßen beherrschte fiel es mir immer leichter auch zu improvisieren und eigene Ideen zu entwickeln. Jemand sagte mir einmal, dass das Komponieren und das Spielen eines Stückes zwei verschiedene paar Schuhe sind. Ich sehe das heute genauso, mit dem Zusatz dass beides das jeweils andere stark positiv beeinflusst. Wie bei jeder anderen kreativen Tätigkeit darf man sich nicht dazu zwingen etwas zu machen, man darf dies nicht nach einem Schema abarbeiten, sondern man muss mit seinen Ideen arbeiten.

Game Music Soundtrack light
Pentaquin Game Music: Der Titel „Light“ wird komponiert.

Am Anfang jeder Musik steht eine Idee, ein Ansatz, den man weiterverfolgt. Es gibt unterschiedliche Strategien einen solchen Ansatz zu finden. Ich selbst improvisiere sehr gerne auf dem Klavier. Auch darf man nicht vergessen, in welchem Setting die Musik spielen soll. Finde Ich dann einen Ansatz, versuche Ich diesen auszubauen. unbewusst fließen dabei auch eigene Einflüsse ein. Ich beispielsweise mag sehr gerne Ludovico Einaudi und spiele auch seine Stücke. Als ich darauf hin einigen Bekannten mein Stück vorspielte dachten sie zuerst es wäre ein Stück von Einaudi.

Hat man nun einige Ideen und Ansätze gesammelt geht es darum eine (oder mehrere) Hauptstimmen zu erstellen. In meinem Fall war das ganz altmodisch das Klavier. Hierzu nimmt man die Ideen die man gesammelt hat und bringt sie zu Papier. Selbst beim Aufschreiben der selbigen kommen einem immer noch weitere Ideen wie man diese Stimme noch verfeinert oder ausbaut.

Auf die Hauptstimmen folgen dann die Nebenstimmen, diese stechen nicht so besonders hervor und betonen eher die Hauptstimmen. Zu dem Klavier in der Hauptstimme habe Ich in Light noch eine Violinen Nebenstimme hinzugefügt. Diese orientieren sich meistens an der Rhythmus und Ton der Hauptstimme.

Man muss sich auch nicht streng danach richten und alles in dieser Reihenfolge abarbeiten. Manchmal schreibe Ich die Nebenstimme vor der Hauptstimme, manchmal lasse Ich die Nebenstimme auch rhythmisch und tontechnisch aus der Reihe tanzen. Manchmal kommen mir auch zwischen drin neue Ideen.

Für die Notation und das Erstellen von Light habe Ich das Programm Musescore verwendet

Sind an der Stelle die Noten des Stückes fertig geschrieben ist aber die Arbeit des Musikers noch nicht getan. Denn jetzt geht es darum das ganze einzuspielen und zu bearbeiten. Darüber werde Ich dann in Teil 2 erzählen.

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